Ostpreußisches Landesmuseum

Willkommen auf der Seite des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung

Im August 2018 wiedereröffnet, präsentiert Ihnen das Ostpreußische Landesmuseum mit neuer Deutschbaltischer Abteilung neben seinen wechselnden Sonderausstellungen eine vollkommen neugestaltete Dauerausstellung: Erforschen Sie Bernstein im hauseigenen Labor, spähen Sie vom Hochsitz in die weiten Wälder des ehemaligen Ostpreußens, verfolgen Sie den Weg vom Aufstieg Preußens bis zur Reichsgründung, erfahren Sie mehr über das Schicksal der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, entdecken Sie die Hansezeit, betrachten Sie bedeutende Kunst von Lovis Corinth und Käthe Kollwitz und lernen Sie die berühmten Trakehner-Pferde kennen. Ein Höhepunkt ist zudem die Deutschbaltische Abteilung, die erstmals die Geschichte der Deutschbalten museal aufbereitet. Freuen Sie sich auf eine lebendige und abwechslungsreiche Ausstellung!

Im Museumsshop wartet schöner Bernsteinschmuck und interessante Fachliteratur auf Sie. Das MuseumsCafé Bernstein lädt mit leckeren Köstlichkeiten zum Verweilen ein.

Aktuell befindet sich unser Internetauftritt noch im Aufbau, dennoch finden Sie hier die wichtigsten Informationen sowie Veranstaltungen.


Institutionelle Förderer

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Die Erweiterung und Modernisierung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg und die Integration einer Deutschbaltischen Abteilung wurden gefördert von:

Veranstaltungen:

Sonderausstellung: Johannes Niemeyer. Küsten und Städte


24. November bis 10. März 2019

Bilder aus dem Baltikum

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Wannsee Verlag, Berlin. Johannes Niemeyer (1889 – 1980) gehört zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der Zwanziger bis Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland. Er war nicht nur ein hervorragender Maler, sondern auch Architekt, Bildhauer, Raumausstatter und Designer. Die überwiegend im Kriegsjahr 1943 entstandenen Pastelle, die Niemeyer im damals von deutschen Truppen besetzten Baltikum malte, handeln von Menschen, ihrer Arbeit am Meer, von Fischern und Häfen und den traditionsreichen Städten.

Eröffnung: Freitag, 23. November 2018, 18:30 Uhr, Eintritt frei!
Grußwort: Rita Valge, Direktorin des Saareema-Museums, Estland
Vortrag: Prof. Dr. Herwig Roggemann, Galerie Wannsee Verlag, Berlin

Kuratorenführung: Samstag, 24. November 2018, 11 Uhr
Kurator: Prof. Dr. Herwig Roggemann

Kabinettausstellung: Als Kostbarkeiten empfunden – Aquarelle von Heinrich Bromm


26. Januar 2019 bis 12. Mai 2019

 

Der Königsberger Maler Heinrich Bromm (1910-1941) war ein Ausnahmetalent. Viele Texte und seine Arbeiten belegen es. Sein Lehrer an der Kunstakademie, Eduard Bischoff, schrieb über ihn: Er machte mit seiner Malerei mehr Schule unter den Studierenden als die dort lehrenden Meister. Besonders hervorgehoben wurden seine Aquarelle. Von diesen sind noch etwa 100 Blatt von der Familie Bromms 1945 aus Königsberg auf der Flucht gerettet worden.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser souveränen Landschaftsschilderungen: Seine besondere Art, durch Formenvereinfachung und einzelne Details andererseits den Gesamteindruck der Landschaft hervorzuheben, ruft damals wie heute Erstaunen hervor. Bromm wuchs in Königsberg auf und studierte an der dortigen Kunstakademie 1929 bis 1932 und 1936 bis 1938 bei Fritz Burmann (1892-1945) sowie als Meisterschüler bei Eduard Bischoff (1890-1974). 1941 fiel er als Soldat in Russland.

Eröffnung
Freitag, 25. Januar 2019, 18:30 Uhr, Eintritt frei!

Führung durch die Kabinettausstellung
Dienstag, 5. Februar 2019,
14:30 bis 16:30 Uhr, Eintritt zzgl. 3,- €
(inklusive Kaffee und Gebäck)
Führung: Dr. Jörn Barfod (Kustos des Ostpreußischen Landesmuseums)
Eine Veranstaltung der Reihe „Museum erleben“.

Die Teilnehmerzahl bei unseren Veranstaltungen
ist begrenzt. Bitte reservieren Sie unter:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Führung durch die Sonderausstellung „Johannes Niemeyer. Küsten und Städte – Bilder aus dem Baltikum“


Dienstag, 19. Februar 2019, 14:30 bis 16:30 Uhr,
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee und Gebäck)

Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben mit Prof. Dr. Herwig
Roggemann und Dr. Eike Eckert, Kuratoren der Sonderausstellung

Die Führung wird erstmals in Anwesenheit des Kurators und Berliner Galeristen, Prof. Dr. Herwig Roggemann stattfinden, der Wesentliches zum Künstler Niemeyer und den ausgestellten Werken beitragen wird.

Eingegangen wird auch auf die Kunstausstellung im besetzten Riga 1944, zu der verschiedene deutsche Künstler Arbeiten beisteuerten. Wie kam es zu der Ausstellung, wer initiierte sie und wie wurde sie rezipiert? Was ist aus den Künstlern und Bildern geworden, die im Zweiten Weltkrieg die Motive aus dem „Ostland“, dem besetzten Baltikum und Weißrussland, auf dieser Ausstellung präsentierten?

Von Niemeyer ist bekannt, dass er einzelne Pastelle und Ölgemälde, die er auf einer Malreise im besetzten Ostland fertigte, 1944 in Riga ausstellte. Sie sind teilweise in der Lüneburger Sonderausstellung zu sehen. Zu den Ausstellern gehörten aber auch Künstler aus baltischen Familien wie Bodo von Campenhausen oder Axel Sponholz. Besonders die Biographie des letzterer soll vor dem Hintergrund, dass auch in unserem Museum ein Gemälde von ihm hängt, beleuchtet werden.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Die Teilnehmerzahl bei unseren Veranstaltungen
ist begrenzt. Bitte reservieren Sie unter:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Kinderclub: Mit dem Rucksack unterwegs durchs Museum


Donnerstag, 28. Februar 2019, 15 bis 17 Uhr,
Eintritt frei!

Kinderclub im Museum mit Caroline Stobbe
Für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren

 

Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben.
Viele Themen, die es im Museum zu entdecken gibt, sind auch für Kinder interessant und können mit Hilfe pädagogischer Anleitung die Möglichkeit bieten, auf kreative Weise neue Welten zu erschließen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine Anmeldung erforderlich:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Öffentliche Sonntagsführung: Bernstein – nicht nur ein fossiles Harz


Sonntag, 3. März 2019, 14 Uhr,
regulärer Museumseintritt zzgl. 1,50 €

Jeden ersten Sonntag im Monat bietet das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung um 14 Uhr eine öffentliche Führung zu unterschiedlichen Themen an.

Am 3. März erwartet Sie eine spannende Führung zum Thema „Bernstein“ mit Petra Vollmer.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Workshop Pastellmalerei


Samstag, 2. März, 11:00 bis 17:00 Uhr und
Sonntag, 3. März 2019, 11:00 bis 16:00 Uhr,
Kosten 100,00 € (inkl. Material) für beide Tage

Der Kurs führt unter der Leitung der Künstlerin Elena Steinke (Breklum) in die Technik der Pastellmalerei ein. Die Sonderausstellung Johannes Niemeyer – Küsten und Städte – Bilder aus dem Baltikum ist Ausgangspunkt für diesen Malkurs, denn Niemeyer beherrschte diese Technik par excellence.

Bei der Pastellmalerei mischen sich die Möglichkeiten des Zeichnens mit denen der Malerei. Es können reine Pigmente verwendet werden, häufiger werden die runden oder eckigen Kreiden oder Pastellstifte genutzt.

Die Verwendung von Pastellkreiden geht zurück bis in das späte 15. Jahrhundert. Zu Beginn standen nur die Farben Schwarz, Weiß und Rot zur Verfügung. Michelangelo und Raffael setzten Pastellkreiden für ihre Skizzen (Strichzeichnungen) ein. Die Hochblüte der Pastellmalerei lag im 17. und 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde die Pastellmalerei vor allem in der Porträtmalerei genutzt, da die samtig-matte Oberfläche der Bilder den Porträts eine ganz besondere Leuchtkraft gibt.

Dieser Workshop zeigt nicht nur kunsthistorische Hintergründe auf und gibt Einblicke in die Pastellmalerei, sondern soll dazu anregen sich unter professioneller Anleitung selbst in diesem Genre auszuprobieren.

Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content.

Religion – Bedeutung für Geschichte und Gegenwart


Dienstag, 5. März 2019, 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr,
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee und Gebäck)

Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben mit Dr. Jörn Barfod, Kustos am OL

Fastnacht steht im Kalender. Trotz stark zurückgegangener Bedeutung der Religion und schwindender Kenntnis über sie spielt das Christentum immer noch eine große Rolle. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Museum erleben“ im Ostpreußischen Landesmuseum geht diesmal eine Sonderführung durch die neue Abteilung „Religion“ in der völlig neu konzipierten Dauerausstellung.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content. ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

Zwischen Kriegsdienst und Wissenschaft


Mittwoch, 6. März 2019, 18.30 Uhr, Eintritt 4 €

„Kunstschutz“ an den Schauplätzen des Ersten Weltkriegs im nordöstlichen Europa
Vortrag von PD Dr. habil. Beate Störtkuhl

 

Der Erste Weltkrieg begann mit großen Verlusten auch im Bereich des kulturellen Erbes. Das deutsche Vorgehen an der Westfront – die Zerstörung der Altstadt von Ypern und die Beschießung der Kathedrale von Reims – wurde von den Entente-Staaten als „Barbarentum“ angeprangert. Um dem entgegenzuwirken, wurden an allen Kriegsschauplätzen Maßnahmen zum sogenannten Kunstschutz getroffen: Deutsche Wissenschaftler sollten in den eroberten Gebieten erste Sicherungsmaßnahmen vornehmen, Zerstörungen dokumentieren, Kunstdenkmäler erforschen sowie Planungen zum Wiederaufbau erstellen. Vor allem aber sollten diese Tätigkeiten einer internationalen Öffentlichkeit kommuniziert werden. Österreich-Ungarn folgte dem Konzept, die beiden Mittelmächte arbeiteten dabei eng zusammen.
Im Fokus des Vortrags stehen die Aktivitäten des „Kunstschutzes“ im 1915–1918 unter deutscher Verwaltung stehenden Generalgouvernement Warschau und im Gebiet Ober Ost, das Kurland, Litauen sowie Teile des nordöstlichen Polen und Weißrusslands umfasste.

PD Dr. habil. Beate Störtkuhl ist Kunsthistorikerin. Sie arbeitet als Koordinatorin für den Bereich Wissenschaft am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg und ist Privatdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum im Rahmen der Ausstellung „Johannes Niemeyer. Küsten und Städte – Bilder aus dem Baltikum“.

Kartenreservierung: Tel. 04131-759950 oder Enable JavaScript to view protected content.

Ehrenamtstag: Bunte Vielfalt im Ehrenamt – genau mein Ding!


Samstag, 9. März 2019, 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei!

An diesem Tag lernen Sie unser Team kennen und erhalten einen Einblick in die ehrenamtliche Tätigkeit im
Ostpreußischen Landesmuseum. Vielleicht ist Ehrenamt auch etwas für Sie!

Lüneburgs bekanntester Ehrenamtlicher Jan Balyon malt, inspiriert durch seine Reisen, im Museum.
Frau Marina Kalinina erfreut uns am Flügel mit klassischer Musik. Zudem wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Rallye und Kunst auf Sie.

Kinderclub: Wir entdecken die Hanse


Donnerstag, 14. März 2019, 15 bis 17 Uhr,
Eintritt frei!

Kinderclub im Museum mit Taalke Schmidt
Für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren

Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben.
Viele Themen, die es im Museum zu entdecken gibt, sind auch für Kinder interessant und können mit Hilfe pädagogischer Anleitung die Möglichkeit bieten, auf kreative Weise neue Welten zu erschließen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine Anmeldung erforderlich:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Der Mythos Luise


Dienstag, 19. März 2019, 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr,
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee und Gebäck)

Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben mit Dr. Joachim Mähnert, Direktor

Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert stellt die preußische Königin Luise (1776-1810) vor. Die „preußische Madonna“ wurde schon zu Lebzeiten für Ihre Schönheit und Volksnähe gerühmt. Aber besonders ihr früher Tod zur Zeit der schwersten Krise Preußens förderte ihre spätere Verklärung.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content. ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

Kinderclub: Auf Störtebekers Spuren


Donnerstag, 28. März 2019, 15 bis 17 Uhr,
Eintritt frei!

Kinderclub im Museum mit Taalke Schmidt
Für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren

Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben.
Viele Themen, die es im Museum zu entdecken gibt, sind auch für Kinder interessant und können mit Hilfe pädagogischer Anleitung die Möglichkeit bieten, auf kreative Weise neue Welten zu erschließen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine Anmeldung erforderlich:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Studienreise: Ostpreußische Spuren in Bayern


Eine Studienreise nach München, Regensburg, Ellingen und Ansbach
vom 1. bis zum 8. Juli 2019

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Jörn Barfod,
Kustos des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Agata Kern, Kulturreferentin für Ostpreußen und das Baltikum
am Ostpreußischen Landesmuseum
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel.: +49 (0)4131-7599515
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Von den 12,9 Millionen Einwohnern Bayerns hat jeder zweite einen Vertreibungshintergrund. Das Land ist sich der weitverzweigten Wurzeln bewusst und unterstützt verschiedene Einrichtungen, die sich dem Andenken der Kultur und der Weiterentwicklung des kulturellen Austausches mit den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten im östlichen Europa widmen.

Das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg lädt auf eine Spurensuche in den Süden Deutschlands ein, die an geschichtsträchtige Orte führt und sich mit dem Wirken der Ostpreußen und ihrer Nachfahren beschäftigt. So besuchen wir in München den Verlag „Gräfe und Unzer“. Heute ist das Haus vor allem für seine Kochbücher und Ratgeber bekannt, seinen Mitarbeitern wird jedoch immer noch die Gründung 1722 und das über zweihundertjährige Wirken in Königsberg nahegebracht. Der Verlag unterhält im Verlagsgebäude einen Gedenkraum, in dem viele Exponate, Dokumente und Erstausgaben ausgestellt werden. Wir sind zu Gast im Haus des Deutschen Ostens und im Adalbert-Stifter-Verein. Eine Stadtbesichtigung rundet das Programm ab. Einen Rundgang durch die Geschichte Preußens erleben wir in Oberschleißheim: Die Ausstellung der dort ansässigen Ost- und Westpreußenstiftung widmet sich vor allem den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Im Alten Schloss Schleißheim bietet das Bayerische Nationalmuseum eine Abteilung mit ausgesuchten Preziosen ostpreußischer Kultur und Kunst.

Weitere Station unserer Reise ist das mittelalterliche Regensburg, seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt bietet auch bezüglich unserer Spurensuche ganz besonders interessante Schätze. Im Museum Kunstforum Ostdeutsche Galerie besuchen wir eine Dauerausstellung, welche künstlerische Objekte mit biografischen, historischen und thematischen Bezügen zu den ehemals deutsch geprägten Gebieten im östlichen Europa präsentiert. Wir widmen uns besonders Werken von Max Pechstein, Käthe Kollwitz und Lovis Corinth.

Schließlich sind wir noch in Ellingen und Ansbach. In Ellingen besuchen wir das Kulturzentrum Ostpreußen, das in einem alten Ordensschloss interessante Ausstellungen zur Geschichte Ostpreußens und ein Archiv beherbergt. Letzte Station unserer Reise ist das wunderschöne Ansbach, in dessen Straßen und Gassen noch heute das Erbe der Hohenzollern spürbar ist. Hier wurde auch Albrecht von Brandenburg-Ansbach geboren. 1511 war er mit 21 Jahren Hochmeister des Deutschen Ordens. Unter Einfluss von Martin Luther löste er 1525 den alten Deutschordensstaat auf, führte die Reformation ein und gründete das Herzogtum Preußen.

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